Schöne Sätze: Prosa

13. April 2014

„Prosa ist ein Dahinwellen von Spannung und Entspannung, von dichten und dann wieder leeren Orten, von Episoden unterschiedlichen Wertes und unterschiedlicher Temperatur. Die Prosa bewegt sich wurmförmig dahin, und wenn wir diesen Rhythmus seine Natürlichkeit nehmen, bekommen wir ein künstliches, steriles, taubes Produkt.“

Ryszard Kapucscinski, Notizen eines Weltbürgers.

Schöne Sätze: Wainaina

10. September 2013

„Milka sitzt auf Kissen ausgestreckt im Laderaum des Toyota Land Cruiser neben den Kühlboxen, ihr Mund ist klebrig vom getrockneten Saft der Wassermelone; dicker, salziger Schweiß tropft ihr in die Augen, ihr Buch liegt aufgeschlagen, mit den Seiten nach unten, neben ihr. Ihr Körper, der ihr lang und unregelmäßig erscheint, weiß noch nicht, wie er sich anpassen soll. Zwei neue Wölbungen unter ihrem pinkfarbenen T-Shirt erinnern sie ständig daran, dass nichts mehr so ist, wie es war.“

(Binyavanga Wainaina, Ceteris paribus – Alles andere bleibt gleich)

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Mugabe at his happiest

4. August 2013

„Alone, vilified, attacked by Western governments but victorious – Mugabe was at his happiest.“

(Richard Dowden, Africa. Altered States, Ordinary Miracles)

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Schöne Sätze: Christie

22. Juli 2013

„Wenn man sich mit vier Jahren in die Putzfrau verknallt, hält man sich mit achtunddreißig für den Erzbischof von Canterbury. Ich habe zwar nie kapiert, wieso und warum, aber diese Psychofritzen können es sehr überzeugend erklären.“

(Agatha Christie, Der Tod wartet)

„We need miracles“

10. Juli 2013

„We need jobs. We need good grades. We need green cards. We need American passports. We need our parents to understand that we are Americans. We need our children to understand they are Nigerians. We need new kidneys, new lungs, new limbs, new hearts. We need to forget the harsh rigidity of our lives, to remember why we believe, to be beloved, and to hope.
We need miracles.“
(Tope Folarin, Miracle)
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„So they left the Lakes and began the long journey to Matadi and marriage. Whether or not they lived happily ever after is not easily decided.“

(Cecil Scott Forester, The African Queen)

„Trugbilder, Phantasmagorien, Hirngespinste, Einbildungen – diese ganze Welt also, die Produkt unserer Gedanken sind und nur in diesen existiert, ist stärker als alle realen Welten und hat ein drückendes Übergewicht gegenüber diesen. Wir sind bereit, für sie alles zu geben, sogar unser Leben.“

 

(Ryszard Kapuściński, Notizen eines Weltbürgers)