Schöne Sätze: Wainaina

10. September 2013

„Milka sitzt auf Kissen ausgestreckt im Laderaum des Toyota Land Cruiser neben den Kühlboxen, ihr Mund ist klebrig vom getrockneten Saft der Wassermelone; dicker, salziger Schweiß tropft ihr in die Augen, ihr Buch liegt aufgeschlagen, mit den Seiten nach unten, neben ihr. Ihr Körper, der ihr lang und unregelmäßig erscheint, weiß noch nicht, wie er sich anpassen soll. Zwei neue Wölbungen unter ihrem pinkfarbenen T-Shirt erinnern sie ständig daran, dass nichts mehr so ist, wie es war.“

(Binyavanga Wainaina, Ceteris paribus – Alles andere bleibt gleich)

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Teilerfolg für Uhuru Kenyatta: Die Richter des IStgH in Den Haag haben am 21.6. den Beginn seines Prozesses wegen schwerer Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom 9. Juli auf den 12. November 2013 verschoben. Damit muss Kenias Präsident sein Land vorerst NOCH NICHT von der Anklagebank aus regieren. Die zuständige Kammer des Internationalen Strafgerichtshofes begründete die Verschiebung damit, dass die Verteidigung mehr Zeit zur Vorbereitung bekommen solle. Zudem wurden „terminliche und logistische“ Gründe für die Verschiebung genannt. (Update zum Blogbeitrag Kenia: Vorwärts? Rückwärts! vom 14. Juni 2013) Read the rest of this entry »

Die Erleichterung war groß: Anders als 2007/2008 blieb es diesmal ruhig nach Kenias Wahlen. Und das, obwohl mit Uhuru Kenyatta einer der mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für die Gewalt vom letzten Mal nicht nur antrat, sondern auch noch denkbar knapp gewann. Der Verlierer und die Kenianer blieben besonnen, der Sieger redet von Versöhnung und Reife der Nation. Ein Fortschritt. Doch genauer betrachtet hat das alte, unheilvolle politische System des Tribalismus gesiegt, die Hoffnungen, die auf Kenias neue Verfassung gesetzt wurden, drohen zu platzen und Kenias Zukunft ist so ungewiss wie eh und je. Read the rest of this entry »